Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Einblicke in die Historie unseres Vereines. Angefangen von der Gründung 1911, über die Anschaffung der ersten Vereinsfahne bis hin zur Jahrtausendwende. Bei Interesse einfach die Menüpunkte links anklicken.

 

Ebenfalls sind interessante Informationen zu den einzelnen Abteilungen des Vereins zu finden. Etwa der Gründung unserer stetig wachsenden Böllergruppe.

verein

Pinzberg, das ist eine Gemeinde mit etwa 2000 Einwohnern und liegt am Anfang des Wiesenttals, am Tor der Fränkischen Schweiz ca. 5 km von Forchheim entfernt.

Im Jahr 1989 formierte sich eine Böllerschützengruppe auf Anregung von Helmut Zametzer und Reinhold Bitter. Gründungsmitglieder waren: Armin Bitter, Edmund Bitter, Reinhold Bitter, Stefan Hack, Andreas Hofmann und Helmut Zametzer. Diese hatten im Oktober des gleichen Jahres beim Gewerbeaufsichtsamt in Nürnberg eine Prüfung ablegen müssen. Bestandteile der Prüfung waren z. B. die Bestimmungen zum Umgang mit Schwarzpulver. Die Erlaubnis zum Erwerb von Schwarzpulver musste beim Landratsamt Forchheim eingeholt werden. Bei der Berchtesgadener Firma Stangassinger wurden Handböller von den Böllerschützen gekauft.

Das erste Böllerschießen in Pinzberg fand am Dreikönigstag des Jahres 1990 nach dem traditionellen Jahresgottesdienst der Bavaria-Schützen statt. Diese gestalten seitdem örtliche Feste und Umzüge mit. Im Laufe der Zeit nahmen die Böllerschützen an vielen Schützen- und Vereinsfesten, verschiedenen Böllerschützentreffen sowohl regionaler als auch überregionaler Art und seit einigen Jahren beim Anschießen des "Nürnberger Volksfestes" teil.

Unser Verein war Ausrichter des 3. Nordbayerischen Böllerschützentreffens beim 90-jährigen Vereinsjubiläum und zum 100-jährigen Vereinsjubiläum richteten wir das 13. Nordbayrische Böllerschützentreffen aus.

Die Böllerschützengruppe besteht zurzeit aus 23 Böllerschützen. Geböllert wird mit Hand- und Schaftböllern, ein Böllerschütze besitzt eine Kanone.
Als Ausrichter des 13. Nordbayrischen Böllerschützentreffens beschenkte sich die Böllergruppe mit der finanziellen Unterstützung der Schirmherren Staatsminister des Innern Joachim Hermann und MdL Thorsten Glauber mit einem Standböller von der Firma Stangassinger selbst.


Vereinsschießen


Das wichtigste Vereinsschießen ist das Königsschießen. Für jeden Schützen und jede Schützin ist es eine Ehre und erfüllt jeden mit Stolz, wenn sie vom Vorstand die Königskette umgehängt bekommen. Die Protokollbücher geben Auskunft, wer diese begehrte Würde erringen konnte. Beim Königsschießen werden auch die Vereinsmeister in den verschiedenen Disziplinen bekannt gegeben. Außerdem wird eine Pokal-, Meister-, Glück- und Brotzeitscheibe ausgeschossen.

Zum ersten Male wird das sogenannte ,Strohschießen' im Jahr 1952 erwähnt, bei dem eine Faschingsscheibe und verschiedene Sachpreise ausgeschossen wurden. Der sogenannte "Blaue Montag" wird in den Aufzeichnungen zum ersten Male 1954 erwähnt. Er fand am Montag nach dem Schützenball statt. Im Jahr 1977 wurde ein ,,Saukopfschießen" abgehalten. Zu gewinnen gab es eine Saukopf- und eine Sauscheibe nebst Meisterscheibe. Diese Vereinsbräuche fielen den beruflichen und sonstigen Verpflichtungen zum Opfer.

Das ,,Osterschießen" wird im Jahr 1976 zum ersten Male erwähnt. Es hat sich bis heute erhalten und erfreut sich großer Beliebtheit. Ausgeschossen werden die Eierscheibe, die Meisterscheibe und die Glücksscheibe sowie verschiedene Gedächtnispokale.

Am 06.12.1985 fand zum ersten Mal das Nikolausschießen statt. Damit nicht immer die besten Schützen siegen, wurde zunächst auf drei Scheiben je ein Schuss abgegeben und die Teilerzahl addiert. Durch Auslosen wurde der Teiler 3000 gewählt. Die summierte Teilerzahl des Schützen, der dem 3000-Teiler am nächsten kam, gewann den größten Nikolaus. Heute besteht das Nikolausschießen aus verschiedenen Disziplinen: z.B. Spickern auf die Dartscheibe, Schießen auf Juxscheiben.

Im Jahre 1989 wurde erstmals der ,,Supercup" ausgeschossen. Ihn gewinnt derjenige Schütze, der in den Disziplinen Luftgewehr, Kleinkaliber, Luftpistole 10 m und Armbrust 10 m die meisten Ringe erzielt. Erster Sieger des Supercups wurde Edmund Bitter. Weil sich zu wenige Schützen fanden, die alle vier Disziplinen schossen, wird der Supercup seit dem Jahr 1999 nicht mehr vergeben.

Eine Neuerung bei der Ermittlung des Vereinsmeisters in der Schützenklasse brachte das Jahr 1992. Erstmals wurde der Vereinsmeister durch ein Finalschießen ermittelt. Erster Gewinner nach dem neuen Modus war Vorstand Reinhold Bitter.

Erfolge bei den Rundenwettkämpfen

In der Schützenklasse wurde die 1. Mannschaft bei den Rundenwettkämpfen in der Gauklasse dreimal in Serie Meister und stieg 1986 als Gesamtgausieger erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bezirksklasse auf.

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erzielte die 1. Mannschaft in der Schützenklasse der Wettkampfrunde 1995/96. Sie erreichte die Meisterschaft und stieg damit in die Bezirksoberliga auf. Die erfolgreichen Schützen waren:
Edmund Bitter, Reinhold Bitter, Helmut Eger, Andreas Hofmann
Im Jahr 1998/99 errang die 2. Mannschaft in der Schützenklasse die Meisterschaft und stieg in die Bezirksklasse auf. In der Wettkampfrunde 1999/2000 starteten zwei Mannschaften des Vereins in der Bezirksklasse.

 

VG-Schießen

Auf Anregung und Initiative des damaligen Vorstandes der Schützengesellschaft Andreas Hofer Pinzberg und jetzigen Landrats, Reinhardt Glauber, wurde das VG-Schießen, das Schießen der Schützenvereine der Verwaltungsgemeinschaft Gosberg, ins Leben gerufen.

Zum ersten Mal nahmen im Oktober 1981 die sieben Schützenvereine der Orte Pinzberg, Gosberg, Schlaifhausen und Wiesenthau an diesem seitdem alljährlich stattfindenden Wettbewerb teil. Es sind dies die Vereine: Andreas Hofer Wiesenthau, Germania Wiesenthau, Germania Schlaifhausen, Andreas Hofer Gosberg, Wilhelm Tell Gosberg, Andreas Hofer Pinzberg und Bavaria Pinzberg. Durch Los wird für jeweils sieben Jahre im voraus bestimmt, welcher Verein das VG-Schießen ausrichten darf.

 

Freundschaftsschießen

Großenbuch
In den Jahren 1986 bis 1996 trugen die Bavaria-Schützen ein sich jährlich wiederholendes Freundschaftsschießen mit dem Luftgewehr gegen die Schützen aus Großenbuch aus. Preise und Pokale wurden in der Schützen- und Jugendklasse ausgeschossen. Im Wechsel trug man das Schießen in Pinzberg und Großenbuch aus.

Hausen
Zu Freischütz Hausen bestehen freundschaftliche Beziehungen, besonders seit die KK-Schützen den Schießstand in Hausen benutzen. Das erste Schießen fand im Herbst 1988 statt. Es findet auch heute noch statt. Dabei kommen die zehn besten Schützen der beiden Vereine in die Wertung. Die Preisverteilung wird im Wechsel bei den beiden Vereinen vorgenommen.

Deutsch-Amerikanisches Freundschaftsschießen
Besonders erfolgreich war man beim Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsschießen in Bamberg im Jahr 1987. Man gewann den 1. Preis und den vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß gestifteten Ehrenpreis, einen Porzellan-Löwen sowie einen Wanderpokal.

Schießen unter den Vereinen der Gemeinde Pinzberg
Am 18.04.1998 wurde erstmals ein vom 1. Bürgermeister Reinhard Seeber initiiertes Finalschießen der vier Schützenvereine der Gemeinde Pinzberg durchgeführt. Von jedem Verein starten zwei Schützen. Hauptpreis ist ein von 1. Bürgermeister Reinhard Seeber gestifteter Wanderpokal, der jedes Jahr wieder neu vergeben wird.

Im Dezember 1986 wurde erstmals eine Kleinkaliber-Abteilung gebildet. Mit dem Kleinkaliber darf nur der Schütze schießen, der an einem entsprechenden Lehrgang teilgenommen hat. Da keine vereinseigene KK-Anlage vorhanden war, fuhren die Schützen einmal wöchentlich zum Kleinkaliberschießen zur Schießanlage nach Neunkirchen am Brand. Seit dem Jahr 1992 schießt man auf der Schießanlage von Freischütz Hausen. Die KK-Schützen beteiligen sich regelmäßig an den Fernwettkämpfen sowie an Gau- und Bezirksmeisterschaften.
 

Erster Kleinkaliberkönig wurde im Jahre 1988 Edmund Bitter. Im Jahr 1991 stiftete Vorsitzender Reinhold Bitter eine Kette für den Kleinkaliber-König, die er selbst entworfen und gefertigt hatte.